Digitale Ausstellungen
Ružake gila
"Ružake gila" hat den musikalischen Nachlass der Sängerin Ruža Nikolić-Lakatos (1945–2022) aufgearbeitet. Die Ergebnisse wurden in einer digitalen Ausstellung veröffentlicht, die in drei Sprachen verfügbar ist (Lovara-Romani/Deutsch/Englisch). Das Projekt ist ein Teil des Beitrags des MMRC zu den von verschiedenen Organisationen getragenen Feierlichkeiten anlässlich des 30. Jubiläums der Anerkennung der Rom*nja als Volksgruppe in Österreich. Als MMRC-externe Kooperationspartner*innen arbeiteten Christiane Fennesz-Juhasz (Ethnomusikologin, Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften), Mozes F. Heinschink (Experte für Romanes) und Manuela Nikolić (Tochter von Ruža Nikolić-Lakatos) am Projekt mit.

Objects and the Archive: Episodes in the Development of Music and Minorities Research
Diese digitale Ausstellung verfolgt einen objektbezogenen, episodischen Ansatz, um die Entwicklung der Musik- und Minderheitenforschung am Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie (IVE) der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien nachzuzeichnen. In den ersten zwanzig Jahren seines Bestehens konzentrierte sich das 1965 von Walter Deutsch gegründete Institut für Volksmusikforschung vor allem auf österreichische und europäische Instrumental- und Vokalmusik im Rahmen der Tradition der europäischen Volksmusikforschung. In den späten 1980er Jahren erweiterte sich dieser Schwerpunkt jedoch und umfasste auch andere ethnische und religiöse Gruppen in Österreich. Ausgehend von einer Reihe extern finanzierter Forschungsprojekte wurden zusätzliche Ressourcen für die Erforschung von Minderheiten in Österreich sowie für die Einbindung in internationale Netzwerke der Minderheitenmusikforschung bereitgestellt. Mit 2002 hatte sich das umbenannte Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie (IVE) zu einem bedeutenden Zentrum ethnomusikologischer Forschung und zu einer zentralen Drehscheibe in internationalen Netzwerken der Minderheitenmusikforschung entwickelt. Mit der Gründung des Music and Minorities Research Center (MMRC) im Jahr 2019 wurde an derselben Universität eine eigenständige Organisationseinheit geschaffen, deren Ziel es ist, das Forschungsgebiet sowohl national als auch international voranzubringen.

